Gynäkologische Vorsorge

Jede Maßnahme zur Krebsfrüherkennung ist in jedem Alter lebenswichtig!
Und je früher man eine krankhafte Veränderung feststellen kann, umso größer sind die Heilungschancen. Daher sollte grundsätzlich gelten:
Vorsorge ist besser als Heilen!

Unter Krebsfrüherkennung bei Frauen versteht man in erster Linie die gynäkologische Untersuchung beim Frauenarzt. Dabei wird neben der optischen Kontrolle auf Veränderungen mit Hilfe eines Kolposkops auch ein Abstrich aus dem Gebärmutterhals entnommen. Der sogenannte Pap-Abstrich – benannt nach Papanicolaou, der dieses Testverfahren entwickelte – gibt Auskunft über Zellveränderungen an Muttermund und Gebärmutterhals. Eine Abtastung der Brust ist ebenso Bestandteil der Krebsvorsorgeuntersuchung.

Ergänzt werden kann die gynäkologische Vorsorge durch weitere Testverfahren, die eine höhere Sicherheit gewährleisten, ob durch genauere Meßmethoden oder innovativere Techniken. Diese Leistungen gehören allerdings nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen.


Dünnschicht-Zytologie

Im Gegensatz zum konventionellen Pap-Abstrich wird in den Dünnschicht-Untersuchungsverfahren - wie ThinPrep®Pap-Test™ - das entnommene Zellmaterial in einer Lösung konserviert und im Labor in einem Filtrierprozess als dünne Zellschicht zur zytologischen Beurteilung aufbereitet, so dass Zellüberlagerungen minimiert und Störfaktoren wie Schleim, Blut und Fixierungsartefakte eliminiert werden.

Mit anderen Worten: eine verbesserte Methode Zellveränderungen frühzeitig zu erkennen.

HPV-Test

Eine bessere Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs in Ergänzung zur zytologischen Pap-Abstrichuntersuchung stellt der sogenannte HPV-Test dar. Bei der Infektion mit den Humanen Papilloma-Viren (HPV) handelt es sich um eine Virusinfektion, die sexuell übertragen wird. Viele Menschen sind Träger dieses Virus, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Es gibt etwa 100 bekannte Typen dieses Virus, von denen 13 als Hochrisikotypen gelten und nachweislich Gebärmutterhalskrebs begünstigen.

Einige Typen verursachen Feigwarzen, sogenannte Condylome, die zwar selbst keine bösartige Veränderung darstellen, aber auf eine mögliche HPV-Infektion im Gebärmutterhals hinweisen. Ein positiver HPV-Test bedeutet aber nicht, dass Sie an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind oder gar bereits ein Tumor vorliegt. Er deutet lediglich auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko hin und sollte engmaschig überwacht werden.

Chlamydien-Test

Ähnlich der HPV-Infektion wird auch die Chlamydien-Infektion durch Geschlechtsverkehr übertragen. Im Gegensatz zu HPV handelt es sich bei Chlaymdia trachomatis um einen Bakterienstamm. Chlamydien-Infektionen zählen zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten und stellen eine besondere Gefahr für junge Frauen dar.

Aufgrund der möglichen Folgen und Komplikationen - wie schwere Unterleibsentzündungen mit nachfolgender Verklebung der Eileiter oder erhöhtes Risiko zu Eileiter- und Bauchhöhlenschwangerschaften - sollten diese Infektionen ernstgenommen und behandelt werden

Ultraschall der inneren Genitalorgane

Aufschluß über Veränderungen der inneren Genitalorgane wie Gebärmutter und Eierstöcke geben aber nur die bildgebenden Untersuchungen mit Ultraschall. Gerade mit Hilfe der Sonographie lassen sich frühzeitig Veränderungen an den Eierstöcken, wie z.B. Cysten oder Tumorbildungen oder etwa Myome und schwerwiegende Schleimhautveränderungen im Uterus erkennen. Geräte der neuesten Generation bieten ein Höchstmaß an Auflösung und damit eine frühzeitige Erkennung krankhafter Veränderungen.

Geräte der neuesten Generation - so auch die Geräte von Voluson GE Healthcare - ermöglichen Farb-Doppler-Untersuchungen, die Durchblutung und Funktionszustand eines Organs darstellen und somit zur besseren Organ-Diagnostik beitragen.

Mammasonographie

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Die beste Vorbeugung ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust.

Eine Mammasonographie ermöglicht selbstverständlich eine differenzierte Brustdiagnostik. Sollten Sie einen Ultraschall der Brust wünschen, weisen Sie bitte schon bei Terminvereinbarung darauf hin. Bitte beachten Sie aber: Der Ultraschall ersetzt keine Mammographie!

Die radiologische Methode der Mammadiagnostik ist bislang noch nicht ersetzbar, aber wir informieren Sie gerne über aktuelle wissenschaftliche Standards sowie über neueste Studien und Forschungsergebnisse zu diesem Thema

Immunologischer Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung

Darmkrebs ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen in Deutschland. Risikofaktoren wie erbliche Veranlagung, bereits bestehende schwere und langwierige Entzündung der Dickdarmschleimhaut aber auch ballaststoffarme, fett- und fleischreiche Ernährung oder Genussmittel-Missbrauch (z.B. Nikotin, Alkohol) können Darmkrebs begünstigen.

Darmkrebs-Erkrankungen werden häufig durch nicht sichtbare, d.h. okkulte Blutbeimengungen im Stuhl angezeigt. Blut im Stuhl muß nicht gleich Darmkrebs bedeuten. Oftmals sind Hämorrhoiden, Dickdarmpolypen oder harmlose Verletzungen der Afterschleimhaut Ursache für diese Blutungen. Zur Feststellung von Blut im Stuhl gibt es neben dem herkömmlichen Stuhltest (Guajak-Test) den Immunulogischen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung (ImmoCare®).

Der immunologische Test ist weitaus empfindlicher und daher genauer, da er nur menschliches Blut erkennt und damit zu einer Reduzierung falsch positiver Befunde führt.

Blasenkrebsfrüherkennung


Harnblasenkrebs ist ein äußerst „heimtückischer“ Tumor, denn er kann jahrelang wachsen, ohne dass sich Beschwerden einstellen und die Betroffenen etwas davon merken.

Frauen nehmen das typische Alarmsignal wie Blut im Urin oftmals nicht ernst genug, da es auch während der Menstruation vorkommen kann. Zudem leiden Frauen häufiger an Harnwegsinfekten und den damit verbundenen Schmerzen.Beachten Sie bitte hierzu auch die Informationen zur Impfbehandlung gegen Harnwegsinfektionen

Zur Blasenkrebsfrüherkennung wurde ein Urinproben-Test NMP22® BladderChek™ (Matritech GmbH) entwickelt, bei dem ein Protein aus dem Zellkern bestimmt wird, das ein Tumorindikator sein kann.

 

Praxis Dr. Deininger

  • Wendl-Dietrich-Str. 2
    80634, München

Kontakt

Unsere Servicezeiten

Montag 08.30-12.30 | 14.00-18.00
Dienstag 08.30-16.00
Mittwoch 08.30-12.30 | 14.00-18.00
Donnerstag 08.30-12.30 | 14.00-19.00
Freitag 08.30-12.30