Hormonlabor & spezielle Labordiagnostik

Hormone bestimmen uns und unser Wohlbefinden ein Leben lang. Sie sind Botenstoffe, die uns in jungen Jahren das Gefühl geben, leistungsfähig, stark und fit zu sein. Produktion und Funktion der Hormone verändern sich mit zunehmendem Alter.
Die hormonellen Veränderungen bei Frauen um die 50, dann wenn eine Frau in die sogenannten Wechseljahre kommt, sind hervorragend erforscht und die Therapiemöglichkeiten vielfältig. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Formen der hormonellen Störung, die auch bei jungen Frauen erheblichen Leidensdruck verursachen können.

Hormonmangel durch sinvollen Hormonersatz zu kompensieren oder ähnlichen Fragestellungen, damit beschäftigt man sich in der Endokrinologie, der Wissenschaft zur Wirkungsweise von Hormonen.
Die Möglichkeiten und Risiken einer Hormonersatztherapie, kurz auch HRT (=HormonalReplacementTherapy) genannt, müssen in einem ärztlichen Beratungsgespräch für jede Patientin und jeden Patienten individuell ausgelotet werden. Nur dann kann eine Hormonbehandlung erfolgreich sein.

Vor Beginn jeglicher Therapie ist die Bestimmung des Hormonstatus absolute Voraussetzung. Erst mit Kenntnis des hormonellen Status quo ist eine sinnvolle und passend dosierte Hormongabe möglich.
Welche Parameter bestimmt werden müssen, sollte in einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch geklärt werden.

Die Bestimmung aller relevanten Hormonwerte erfolgt mit dem vollautomatischen Laborgerät Immulite 2000® im eigenen Labor. Die ordnungsgemäße und fachkundige Handhabung des Analysegerätes erfolgt durch unsere langjährig tätige und erfahrene MTA, Frau Monika Hölderle.

Nachfolgend Informationen zu weiteren Verfahren und Therapien im Bereich des Speziallabors:

Phytotherapie

Es müssen nicht immer gleich Hormone sein! Eine sinnvolle Alternative zur Hormonersatztherapie stellt die Phytotherapie dar. Viele der Wechseljahrsbeschwerden einer Frau lassen sich mit naturheilkundlichen Mitteln wie z.B. Sojaextrakt, Rotklee oder anderen Therapeutika behandeln.

Phytoöstrogene sind weniger belastend und können subjektiv eine enorme Besserung herbeiführen. Aber auch hier ist ein sorgfältiges Beratungsgespräch mit dem Arzt die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

Osteoporosediagnostik

Als Osteoporose bezeichnet man den vermehrten Verlust der Knochenmasse durch die langsame Reduzierung des stabilen Knochengewebes. Typische Folgen sind der sogenannte „Witwenbuckel“ oder der Oberschenkelhalsbruch. Naturgemäß beginnt dieser allmählich fortschreitende Abbauprozess ab dem 40. Lebensjahr.

Bei Frauen ist dieser Prozess während der Wechseljahre und zwar in den zehn Jahren nach der letzten Monatsblutung deutlich beschleunigt. Danach ist der Abbau der Knochenmasse wieder verlangsamt.

Da im Anfangsstadium keinerlei Beschwerden bestehen, ist die Früherkennung enorm wichtig. Das frühzeitige Erkennen und Behandeln einer Osteoporose sind wichtige Maßnahmen zur Sicherung der Lebensqualität.

Die Diagnosemöglichkeit zur Feststellung Ihrer individuellen Knochendichte besteht in einer speziellen Ultraschall-
Knochendichtemessung Achilles-Express® von GE im Bereich von Ferse und Knöchel, die innerhalb weniger Minuten in der Praxis durchgeführt werden kann. Das bedeutet im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung eine gänzlich strahlen- und schmerzfreie Methode

Tumormarkerbestimmung

In jeder menschlichen Zelle befinden sich Substanzen, die für diese Zelle und das Organ, in dem sie sich befindet, typisch sind. Wenn diese Zellen geschädigt werden (z.B. durch Entzündungen) oder sich massiv zu vermehren beginnen (Tumorwachstum) werden erhöhte Konzentrationen dieser Substanzen im Blut messbar, man spricht dann von sogenannten Tumormarkern

Tumormarker eignen sich zwar nicht für eine gezielte Suche nach einem möglichen Tumorleiden. Tumormarker sind jedoch beim Einzelnen über die Zeit in engen Grenzen gleichbleibend, so dass bei regelmäßiger Kontrolle ein Tumormarker-Anstieg ein Hinweis auf ein frühes Tumorstadium darstellen würde und damit der Krebs-Früherkennung dienlich wäre.

Blutgruppenbestimmung

Jeder Mensch hat sein eigenes Blut, das sich durch spezifische, erbbedingte Eigenschaften auszeichnet. Man unterscheidet vier Hauptblutgruppen: die häufigste Blutgruppe in Mitteleuropa ist A (43%) gefolgt von 0 (41%) während die Blutgruppen B (11%) und AB (5%) seltener anzutreffen sind. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Rhesussystem, das zwischen Rhesus-positiv (85%) und Rhesus-negativ (15%) unterscheidet.

Eine Blutgruppenbestimmung muß gemäß den Mutterschafts-Richtlinien zu Beginn einer Schwangerschaft erfolgen. Selbstverständlich können Sie, wenn Sie es wünschen, jederzeit eine Blutgruppenbestimmung zu Ihrer Information durchführen lassen.

CRP-Bestimmung

Das C-reaktive Protein ist ein Entzündungsparameter, der besonders schnell bei Entzündungen infektiöser und nichtinfektiöser Art reagiert.

Eine CRP-Bestimmung ist bei Verdacht und zur Verlaufskontrolle akut entzündlicher Erkrankungen sowie zur Unterscheidung von bakteriellen und viralen Infektionen indiziert.

Blutzucker-Belastungstest

Diabetes mellitus, besser bekannt unter dem Namen „Zuckerkrankheit“ ist eine Volkskrankheit. Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung, die hauptsächlich die Blutzuckerregulation, genauer gesagt die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse, betrifft.

Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt ein manifester Diabetes mellitus vor, wenn der Nüchtern-Blutzuckerwert über 120mg/dl liegt. Sollten Sie Anzeichen wie Durstgefühl, Müdigkeit, Schlappheit, Sehstörungen, Wadenkrämpfe, Harnwegsinfekte bei sich diagnostizieren, können Sie uns gerne darauf ansprechen.

Labor-Vorsorgechecks

...z.B. Leberprofil, Nierenprofil, Herzprofil, Blutfetteprofil, Diabetesprofil, Immunprofil...
Blutanalysen können viele Informationen enthalten. Zur Ermittlung eines erhöhten Risikos können Sie gerne in Absprache mit dem Arzt ein Laborcheck durchführen lassen.

Zur Blutabnahme können Sie jederzeit während unserer Servicezeiten vorbeikommen.

Impfungen und reisemedizinische Impfberatung

Ob Daheim oder auf Reisen – jeder Mensch sollte über einen passenden Impfschutz verfügen.
In unseren Breiten ist es durch Hygiene gelungen, die klassischen Seuchen wie Pest, Cholera oder Typhus zurückzudrängen. Aber in vielen beliebten tropischen Reisezielen besteht ein hohes Risiko, sich mit gefährlichen Erregern zu infizieren.
Gegen viele Erreger kann man sich durch Impfung schützen!

Eine 100%ige Immunität ist jedoch nicht immer zu gewährleisten. Der Impferfolg hängt von Faktoren ab wie Alter, intaktes Immunsystem oder nicht rechtzeitig erfolgter Auffrisch-Impfung. Spezielle labordiagnostische Tests können Aufschluss geben, ob noch Impfschutz besteht und wann eine Auffrischimpfung erforderlich ist.

Sollten Sie eine reisemedizinische Impfberatung wünschen, sollten Sie schon bei Terminvereinbarung Reiseziel und –datum mitteilen.

Impfbehandlung gegen Scheideninfektion (Gynatren®)

In der Scheide sorgen normalerweise Millionen von Milchsäurebakterien für ein saures Milieu, in welchem es andere Bakterien und Pilze schwer haben sich zu vermehren. Wenn diese sogenannte Döderlein-Flora gestört ist, kann es zu Scheiden-Infektionen kommen. Viele akute Scheiden-Infektionen können mit Kurzzeitgaben von Antibiotika oder applizierten Antipilz-Präparaten behandelt werden.

Bei häufigem Wiederauftreten der Scheiden-Infektion, sogenannten rezidivierenden Scheideninfektionen, ist heute eine Impftherapie möglich, die durch verschiedene Milchsäurebakterien-Stämme die Abwehrschwäche der Scheiden-Schleimhaut therapiert.

Impfbehandlung gegen Harnwegsinfektion (Strovac®)

Frauen leiden besonders häufig an Harnwegs-Infektionen, was anatomisch begründet ist. Frauen haben eine viel kürzere Harnröhre als Männer und sie liegt zudem in unmittelbarer Nähe der Analregion, so dass die hier natürlicherweise vorkommenden Bakterien, wie z.B. Kolibakterien, durch eine aufsteigende Besiedlung einen Harnwegs-Infekt verursachen können. Bakterielle Harnwegs-Infekte können mit Antibiotika behandelt werden.

Kommt es bei häufiger Behandlung zu Resistenzbildung der Bakterien, so sind rezidivierende Harnwegs-Infekte die Folge. Als Alternative und Ergänzung zur Antibiotika-Behandlung gibt es eine Impftherapie. Dabei wird dem Immunsystem das Signal zur Bildung eigener Abwehrstoffe gesendet und damit wird das Risiko für weitere Harnwegs-Infekte gesenkt.

 

Praxis Dr. Deininger

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