Geburt

Als eine der größten Geburtskliniken Deutschlands zählt die Frauenklinik des Rotkreuzklinikums München in der Taxisstraße zu den modernsten Geburtskliniken Münchens und ist darauf ausgerichtet den individuellen Geburtsverlauf mit optimaler Sicherheit für Mutter und Kind zu gewährleisten.

Der Kreißsaal

Die Bezeichnung Kreisßaal ist vollkommen veraltert. Es handelt sich heute um ein „Entbindungszimmer“ mit heimeliger und privat anmutender Atmosphäre, ja sogar mit einer Badewanne im Zimmer....

Das Hebammenteam

Während der Geburt steht Ihnen ein hervorragend ausgebildetes und erfahrenes Hebammenteam in der Klinik zur Verfügung. Hebammen sind wichtige Begleiterinnen während der Geburt und unterstützen Sie; ob bei Geburtsvorbereitungskursen und Stillvorbereitung, ob mit Akupunktur und Massage während der Wehen oder mit Rückbildungsgymnastik.  

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Entbindung

Eine Geburt wird von jeder Frau anders empfunden. Medizinisch betrachtet verläuft sie in drei Phasen, nämlich der Eröffnungsperiode, die mit der ersten Geburtswehe beginnt und mit der vollständigen Eröffnung des Muttermundes endet. Diese erste Phase der Geburt dauert bei Erstgebärenden in der Regel bis zu zwölf Stunden. Die Austreibungsperiode - die zweite Geburtsphase - reicht von der vollständigen Eröffnung des Muttermunds bis zum Austritt und der Geburt des Kindes. Dies bedeutet eine enorme Kraftanstrengung für die Mutter, da hierbei das Kind mit aller Kraft durch den Geburtskanal gepresst werden muß. Eine richtige Atemtechnik ist hier ebenso wie in den Erholungsphasen der Eröffnungsperiode wichtig und erleichternd. Die dritte und letzte Phase der Geburt ist die Nachgeburtsperiode, die mit der Geburt des Kindes beginnt und mit der Ausstoßung von Plazenta, Eihäuten und Nabelschnur endet.

Eine sanfte und natürliche Geburt und eine damit verbundenes positives Geburtserlebnis für die Eltern wird grundsätzlich von allen Beteiligten angestrebt. Bei besonders schlimmem Wehenschmerz hilft Ihnen die Hebamme gerne mit Entspannungsübungen, Massagen, Akupunktur oder homöopathischen Mitteln. Bei sehr schmerzhaften Wehen oder auch bei geplantem Kaiserschnitt kann die sogenannte Periduralanästhesie – kurz PDA – eingesetzt werden; die verantwortliche Anästhesie klärt Sie ausgiebig darüber auf und unterrichtet Sie über jeden einzelnen Handgriff.

Die Unter-Wasser-Geburt wird von den meisten Frauen als besonders angenehm und stressfrei empfunden. Dabei kann die werdende Mutter die Wehen der Eröffnungs- und Austreibungsperiode in warmem Wasser erleben und dadurch entspannter sein. Leider läuft es bei einer Geburt manchmal anders als erwartet ab und man muß zum Wohl von Mutter und Kind — ob durch medikamentöse Einleitung der Geburt oder durch Vakuum- oder Zangengeburt — den Geburtsvorgang vorantreiben. Dies sind immer nur Mittel der „ultima ratio“ und nur bei einer Gefährdung des Kindes indiziert. Eine Aufklärung hierzu erfolgt in der Regel noch während der Schwangerschaft, damit Sie bestens informiert sind.

Der Kaiserschnitt

Der Kaiserschnitt, auch bekannt als Sectio caesarea, ist manchmal unumgänglich. Ein geplanter Kaiserschnitt wird normalerweise dann vorgenommen, wenn eine vaginale Geburt schon im Vorfeld, z.B. durch ein zu enges Becken der Mutter oder andere Komplikationen, als zu risikoreich für das Kind eingeschätzt wird. Hinzu kommen Notfallsituationen während der Geburt, z.B. eine genitale Herpes-Infektion der Mutter oder eine falsche Lage des Babys – wie etwa eine Beckenendlage – die eine Geburt auf natürlichem Wege vereiteln.

Im Falle eines operativen Eingriffs ist ein Narkosefacharzt jederzeit zur Stelle. Ebenso stehen  24 Stunden täglich Kinderärzte zur Betreuung der Neugeborenen bereit und notfalls deren Überwachung auf der Neugeborenen-Intensivpflegestation (NIPS) bereit.

Väter sind bei einem Kaiserschnitt selbstverständlich auch zugelassen. Für den werdenden Vater gibt es zwar ein paar Dinge zu beachten, aber das OP-Team steht hier gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Die U1-Untersuchung

Unmittelbar nach der Geburt Ihres Kindes erfolgt normalerweise durch den Geburtshelfer die erste Untersuchung des neuen, kleinen Menschen. Da das Kind in der Gebärmutter alles Notwendige über die Nabelschnur erhalten hat, ist es nach Eintritt in diese Welt zur Höchstleistung gefordert. Der Blutkreislauf muß sich in Sekundenschnelle umstellen und selbständig funktionieren. Nach der Abnabelung wird das Kind auf seinen allgemeinen Gesundheitszustand untersucht. Das passiert mit dem sogenannten APGAR-Test, bei dem Atmung, Puls, Grundtonus, Aussehen und Reflex geprüft werden; dieser Test wird dreimal durchgeführt.


Die ersten Tage mit dem Baby

Selbstverständlich ist es möglich, dass Sie nach der Geburt Ihr Kind Tag und Nacht bei sich im Zimmer haben können. Oftmals kann es auch leichter sein, um sich z.B. von einer anstrengenden Geburt zu erholen, dass das Kind die Nächte auf der Säuglingsstation verbringt und Ihnen von den Kinderschwestern zum Stillen gebracht wird.

Wichtig ist jedoch, dass Mutter und Kind einheitlich betreut werden; man nennt dies Integrierte Wochenbettpflege. Sie können sich aber auch mit Ihrem Partner zusammen für ein Familienzimmer anmelden, dann kann die junge Familie vom ersten Augenblick an die Zeit gemeinsam verbringen.

Sie können sich hierzu detailliert von den Hebammen beraten lassen.